Reparieren statt resignieren
Unsere Alltagsgegenstände werden immer billiger produziert, immer schlechter reparierbar und immer schneller entsorgt. 80 % reparieren nicht, weil Reparaturen zu teuer sind. 58 % der Menschen reparieren nicht, weil es zu kompliziert oder unpraktisch ist. Das zeigt: Es fehlt nicht an Bereitschaft – sondern an zugänglicher, lokaler Infrastruktur.
Gleichzeitig fehlen Orte, an denen man sich kennt, hilft und Verantwortung teilt. Nachbarschaft findet oft nur noch im Treppenhaus statt. Wenn überhaupt.
Unsere Idee
Der Kreisler setzt genau hier an – ganz konkret im Alltag. Wir schaffen erreichbare Orte, an denen Reparieren wieder normal ist, Hilfe selbstverständlich und Mitmachen leichter als Wegwerfen. Hier geht es nicht um Verzicht oder Moral, sondern um Möglichkeiten und eine neue Freiheit im Umgang mit Ressourcen.
So funktioniert’s
Der Kreisler lebt von der Nachbarschaft. Als gemeinschaftsgetragenes Projekt trägt jede:r nach den eigenen Möglichkeiten bei. So bleibt der Kreisler unabhängig, stabil und offen für alle, egal wie voll der Geldbeutel gerade ist.
Du kommst vorbei, lässt etwas reparieren, hilfst mit, lernst Neues oder übernimmst mal eine Schicht im Laden. Die einen teilen Wissen, die anderen Zeit – alles zählt. Der Kreisler funktioniert gemeinschaftlich: Wer ihn nutzt, ist Teil davon.