Berlin fördert Reparatur mit dem ReparaturBONUS aktuell mit Einmalzuschüssen. Das macht Reparieren zwar erstmal attraktiv, löst langfristig aber kein Problem. Wir haben eine Idee, die wirklich wirkt: dauerhafte Infrastruktur statt kurzfristiger Boni.
Mit der Kampagne „50 Kreisler für Berlin“ fordern wir den Aufbau von 50 wohnortnahen Reparatur- und Leihstandorten bis 2030 – verteilt über die gesamte Stadt. Mit dem Budget, das derzeit in den ReparaturBONUS fließt (rund 2,5 Mio. Euro), ließe sich eine flächendeckende, dauerhafte Struktur schaffen.
Vom Pilot zur Stadtstrategie
Unser erster Standort in der Gropiusstadt zeigt, dass das Modell funktioniert: Hunderte Reparaturen, starkes ehrenamtliches Engagement und eine feste Verankerung im Quartier nach nur einem Jahr. Reparieren wurde dort so selbstverständlich wie Einkaufen.
Nun geht es um den nächsten Schritt: eine zirkuläre Grundversorgung in Pantoffeldistanz – erreichbar in maximal 15 Minuten zu Fuß, in zentralen Erdgeschosslagen, für alle Berliner:innen unabhängig vom Einkommen.
Geplant ist ein Social-Franchise-Modell mit 50 Standorten in 50 Kiezen – mehr als es McDonald’s-Filialen in Berlin gibt. Pro Standort entstehen bis zu 2,5 Arbeitsplätze. Gleichzeitig wird jeder Kreisler konsumfreier Treffpunkt und soziale Infrastruktur im Kiez.
Die Kampagne richtet sich an Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft – mit Blick auf die Berlin-Wahl 2026. Ziel ist es, ab 2027 schrittweise neue Standorte zu eröffnen.
Unterstützt wird die Initiative von zahlreichen Akteur:innen aus Kreislaufwirtschaft und kooperativem Wirtschaften, darunter Zero Waste e.V., Circular Berlin, FixFirst, Precious Plastic Berlin, Kunst-Stoffe e.V. und viele weitere.