Utopisch? Überfällig? Nach unserem Panel ist die Antwort klar: realistisch – und notwendig.
Der Reparatur BONUS zeigt: Die Nachfrage nach Reparatur ist da, aber ein Bonus allein baut noch keine Infrastruktur. Wenn Reparieren, Leihen und Wiederverwenden Berliner Alltag werden sollen, braucht es Orte, Räume, Finanzierung – und politische Umsetzung.
Mit Tom Hansing von der anstiftung und dem Runden Tisch Reparatur wurde deutlich: Repair Cafés, offene Werkstätten leisten seit Jahren wichtige Arbeit, eine zirkuläre Grundversorgung für Berlin kann jedoch nicht allein auf Ehrenamt beruhen. Hier braucht es solide sozial-wirtschaftliche Modelle und langfristige Kooperation zwischen Zivilgesellschaft und kommunalen Akteuren sowie Gewerbeflächeneigentümer:innen.
Mit Linda Vierecke, Michael Efler und Benedikt Lux wurde diskutiert, was die Wahlprogramme von SPD, Linken und Grünen versprechen – und was nach der Wahl konkret passieren muss. Die großen Fragen lauten: Wer stellt Räume bereit? Wer finanziert dauerhaft? Und wer sorgt dafür, dass Kreislauforte nicht Modellprojekte bleiben, sondern Kiez-Infrastruktur werden? Unser Fazit: Die Instrumente sind da, jetzt braucht es den politischen Willen, sie umzusetzen.
Das Panel mit Paula Mikat und Cléo Mieulet aus dem Kreisler-Team kann hier auf YouTube nachgesehen werden.
Danke an alle Gäste, Cradle to Cradle NGO für die Räume und die GLS Bank für die freundliche Unterstützung.